Samstag, 15. August 2009

die ersten Tage

Nach scheinbar langer Zeit melde ich mich von der amerikanischen Front.

Der Flug: War gut, keine Komplikationen. Der Flug von Düsseldorf nach London war recht kurz, aber wir hatten etwas Verspätung - also mussten wir uns beeilen, dass wir unseren Anschlussflug erwischen. Im Flieger nach NY saß ich dann ein bisschen unglücklich - genau in der Mitte; Platzangst war angesagt. Nach 8 1/2 Stunden sind wir heil am JFK angekommen und wurden auch schon von einem AIFS-Typen erwartet. Ab in den Bus und nach 1,5 Stunden waren wir dann auch in unserem Hotel in Stamford (Holiday Inn), bin dann eigentlich nur noch ins Bett gefallen - komischerweise hatte ich überhaupt kein jetlag.

Die Orientation: Sollte ja angeblich 4 Tage dauern, warn im Endeffekt aber nur 2 1/2, der erste Tag war die Ankunft, den hatte ich also komplett verpasst und am letzten Tag sind wir auch schon in die Gastfamilien gefahren. Zwischendrin mussten wir uns viel von Joan - der Leiterin der Orientation - anhören. Ihre Lieblingssätze waren wohl "You´re an adult member of the family" und "You are not alone". Wie auch immer, wir mussten größtenteils sehr viel sitzen und einfach stumpf zuhören. Am dritten Tag hatten wir dann noch einen Vortrag zur ersten Hilfe, der auch eher langweilig als informativ war. Alles in allem hat mir die Orientation aber doch gut gefallen, es war schön, ein paar andere AuPairs zu treffen und ein bisschen zu quatschen. Natürlich konnte man nicht alle kennenlernen, dafür waren es einfach zu viele (90). Auf meinem Zimmer waren noch zwei weitere AuPairs, eine kam aus China und die andere aus Columbien, ich musste also die ganze Zeit Englisch sprechen, was gar nicht mal so leicht war. Die beiden kommen auf jeden Fall auch in meine Region - vielleicht kann ich sie ja nochmal wiedersehn. Natürlich hab ich auch viele AuPairs aus Deutschland kennengelernt, ich glaub die Deutschen waren da eindeutig in der Überzahl. Aber auch Nationen wir Südafrika, Puerto Rico, Brasilien, Australien, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Columbien, Kanada, Dänemark, Schweden, Ukraine, Lettland, Thailand, China, und und und waren vertreten.

Travel zur Gastfamilie: Am 4. Tag der Orientation hieß es schon wieder Koffer packen und dann zur Gastfamilie weiterreisen. Am Tag vorher hatten wir unsere Reiseinfos bekommen und mir wurde gesagt, dass ich mit dem Zug fahren muss. Die Fahrt war eigentlich ganz okay, hat ca. 4 Stunden gedauert, aber ich konnte mich noch mit den anderen AuPairs, die in meine Richtung gefahren sind, unterhalten. Als ich mich dann aber Baltimore näherte, bekam ich schon ein bisschen Angst, weil ich nicht wusste, wie ich die Gastfamilie begrüßen sollte. Ich stieg also aus dem Zug, zitternd, und bin das Gleis entlang gegangen, dann eine Rolltreppe hoch und in eine Vorhalle. Als sich diese grade leerte, sah ich meine Gastmum durch die Vordertür kommen, zwei der drei Kiddies im Schlepptau.

Die Familie: Super nett, der Vater ist nur etwas zurückhaltend, die Mutter und die Kinder dafür umso aufgeschlossener. Haben mir gleich alles gezeigt, wir haben ein bisschen eingekauft, gespielt etc. Sind auch gestern Abend nochmal an mein Bett gekommen und haben mir gute Nacht gesagt. Mit der Familie werde ich denke ich super gut klarkommen, die Richtlinien und so sind auch alle okay, bin gespannt wann wir unser erstes Cluster Meeting haben! Das Haus ist auch super, typisch amerikanisch. Hier habe ich mein eigenes Apartment, das aber an den Rest des Hauses angrenzt, also total super. Das Bett ist gemütlich und mein Schrank groß genug, ich hab sogar meine eigene Küche, die wirklich riesig ist, und einen eigenen Kühlschrank, den ich noch ein bisschen mit meinen persönlichen Sachen füllen muss. Muss mal schauen, obs hier Wasser mit Sprudel gibt – bislang hab ich noch keins gesehen.

Amerika allgem.:
Ich muss sagen, dass sich viele meiner Vorurteile gegenüber den Amerikanern nicht bestätigt haben. Bis jetzt habe ich wenige wirklich übergewichtige Menschen gesehen. Natürlich gibt es viele dunkelhäutige Menschen, aber man gewöhnt sich irgendwie dran. Was typisch ist sind die Motels an fast jeder Straßenecke, die vielen Starbucks - Cafes, die Gebrauchtwagenhändler, der Patriotismus, und und und! Bin gespannt auf mehr, bislang hab ich ja noch nicht soo viel von Amerika gesehen.

Bilder gibts beim nächsten Mal!

1 Kommentar:

Hippiegirl hat gesagt…

wow, das klingt ja schonmal sehr ereignisreich :) freu mich auf den weiteren bericht!